Projekt: künstlerische Dokumentation historischer Stätten I

EHEMALIGE GRUBE Landsweiler Reden

KURZE LICHTMALERISCHE ANALYSE EINER HISTORISCHEN ÖRTLICHKEIT

  1. Hintergrund

Die ehemalige Steinkohleabbaustätte Landsweiler- Reden war zwischen Juni 1846 und Dezember 1995 eine der bedeutendsten Kohlengruben des Saarlandes. Von Nah und Fern kamen die Bergleute und verrichteten hier ihre schwere Arbeit unter Tage. Traditionell waren im Saarland viele Arbeitsplätze von Kohle und Stahl abhängig. Erst nach der Stahlkrise der 80er Jahre und einsetzender Kohle-Konkurrenz aus anderen Staaten, änderte sich die Beschäftigungsstruktur des Saarlandes ganz allmählich.

Nur wenige ehemalige Bergmänner wurden an Standorte im Ruhrgebiet versetzt, viele schulten zu anderen Berufen um. Frühverrentung und Arbeitslosigkeit betraf ebenfalls eine Großzahl Beschäftigter.

Wir haben einen besonderen Bezug zu diesem Ort, er trägt ein Stück Familiengeschichte.

2. Exploration des Areals/ Zugänglichkeit

Das Gelände der ehemaligen Kohlengrube ist heute im Besitz der RAG/ LEG SAAR. Der installierte Wassergarten, der aus Grubenwasser gespeist wird, ist frei zugänglich. Das Wasser wird aus ca 800m hoch gepumpt und hat das ganze Jahr über 32°C. Die Stahlkonstruktion, die als Überdachung desselben dient, besteht aus dem Konstrukt des alten Förderturms, der nicht öffentlich zugänglich ist. Waghalsige Kletteraktionen sollten wegen Absturzgefahr unterlassen werden. Die Anlage liegt direkt neben dem Bahnhof der Gemeinde.

Die Lichtverhältnisse nachts sind ideal zur Lichtmalerei jeder Art. Die Notbeleuchtung ist bis 23 Uhr in Betrieb, davor erhellt sie die Wassergärten in gelb, das zwar durch Weißabgleich korrigiert werden kann- beste Verhältnisse herrschen aber erst nach der Löschung der Lichter.

Tiere sind nur im hinteren Bereich der Gärten anzutreffen. Im vorderen, überdachten Bereich findet sich nur wenig Bewuchs. Der „bemalbare“ Bereich liegt also direkt am Haupteingang der Wassergärten, am „Redener Hannes“.

Ein Highlight der Redener Wassergärten, was auch für die Tageslicht-Fotografen interessant ist, findet sich in der Mitte der Wassergärten: den Mosesgang. Von rechts und links rauscht das Grubenwasser die Wände dieser Konstruktion herunter. Langzeitbelichtigungen (mit ND- Filter) lassen den Mosesgang tagsüber schon traumhaft erscheinen. Nachts lässt sich der Gang noch schöner inszenieren. Zu beachten ist hier der Einfall von Straßenlaternen vom oberhalb des Gartens gelegenen Plätzen.

Nur wenig Holz (außer der künstlerischen Konstruktion im ersten Wasserbereich) oder andere schnell entzündliche Materialien befinden sich im vorderen Bereich der Anlage. Die Brücke und das Schilfgras werden von der Malerei ausgenommen, soweit Brennmaterial zum Einsatz kommen soll. Gerade in diesem Bereich muss Funkenschlag unbedingt vermieden werden.

Feuer bzw Feuerwerk kommt in unserem Arbeitsablauf nur dort zum Einsatz, wo kein Risiko zur Brandentflammung besteht. Ein Feuerlöscher gehört zur StandardAusrüstung eines Lichtmalers, selbst wenn nur eine Wunderkerze zum Lichtmalen eingesetzt wird.

Zwar befindet sich in den Wassergärten fast überall Wasser, aber Bereiche mit Schilfbewuchs sind besonders bei herrschender Trockenheit schnell entzündlich.

Nachts bzw. abends trifft man in den Wassergärten -während der Woche und sogar am Wochenende- nur wenige Personen. Mit den meisten von ihnen entspinnt sich ein nettes Gespräch, manche Leute trauen sich sogar spontan vor die Kamera.

3. Motivüberlegungen/ inhaltliche Zusammenhänge zwischen Lichtmalerei und Gelände

  • Einsatz von LichtPersonen als Zentralpunkt der Bilder in den Motiven
    • Bergarbeiter
    • Shilouettenmann
    • Stahlarbeiter
  • Einsatz von abstrakten Formen für
    • Türen
    • Tore
    • Werkzeuge
  • Einsatz von LED- Lichtquellen zur
    • Spiegelung der Muster in den Wasserbottichen
    • abstrakten Darstellung von Dynamik und Energie -> Infinity (Unendlichkeit)
    • Inszenierung der sichtbaren Stahlkontruktion

4. FeuerPaintings in den Wassergärten

In dem unbewachsenen Bereich der Wassergärten, unter der riesigen Stahlkonstruktion, bietet sich Lightpainting mit Feuertools an. Die Nähe zwischen Kohle, Stahl und Feuer lässt den besonderen Wert des Ortes aufleben. Die mächtige Kunst des FeuerPaintings betont die Strahlkraft des historischen Geländes und verweist auf die Urkräfte, die in seinem Innern schlummern.

Der Boden ist befestigt und leicht mit Sand bedeckt. Wir empfehlen rutschfeste Schuhe und eine Begehung bei Helligkeit. Dann steht dem Lichtmalervergnügen nichts im Wege.

****BITTE IMMER AN FEUERLÖSCHER DENKEN UND VORSICHT MIT MODELS****VERBRENNUNGSGEFAHR****BITTE VORHER DEN BEWEGUNGSABLAUF ABSPRECHEN UND EINIGE MALE TROCKEN ÜBEN****KEIN BENZIN ODER LAMPENÖL VERWENDEN- SONDERN NUR SPEZIALFLÜSSIGKEIT**** SONST SPRITZ_ UND VERBRENNUNGSGEFAHR****

5. Lichtquellen

  • LED LENSER x21.2
  • LED LENSER M
  • no name Taschenlampen
  • FeuerTools

6. Lichtformer

  • Tube
  • Rohlinge
  • home- made blades
  • Orb- Tool
  • Kategorie 1 Lichter
  • Led Streifen

Diese Analyse stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie beruht auf unseren subjektiven Erfahrungen. Wir übernehmen keine Gewähr für eventuelle Schäden, Verletzungen. Die Umsetzung aller Vorschläge durch interessierte Lightpainter geschieht auf eigene Gefahr. Für Anregungen sind wir immer offen.

Weitere Infos zum Grubengelände, der Bergmannsalm und dem Prähistorium Gondwana gibt es auf folgenden Seiten:

https://www.urlaub.saarland/Media/Attraktionen/Erlebnisort-Landsweiler-Reden

https://www.regionneunkirchen.de

https://www.erlebnisort-reden.de/

LPM 57 (Lightpainter Moselle) sind Botschafter des Saarland- Marketings und des Départements Moselle (57). Wir stehen gerne bei Fragen zur Verfügung.